Wo steht Windach in Sachen Strom?

Bilanz des Verbrauchs und der Aktivitäten bei der Erzeugung erneuerbaren Stroms

Der gesamte Stromverbrauch über alle Sektoren (privat, kommerziell, öffentlich) beläuft sich in der Gemeinde Windach auf 13,9 GWh. Dies ergab die Bestandsanalyse der kommunalen Wärmeplanung für das Jahr 2022. An PV-Leistung sind aktuell gemeindeweit 15,9 MWp installiert (Quelle: Marktstammdatenregister, Stand: 12.12.2024). Dies sind alle Anlagen von der kleinen privaten Balkonsolaranlage über Dachanlagen privater und gewerblicher Betreiber bis zu den großen kommunalen Freiflächenanlagen. Kalkuliert mit dem spezifischen Ertrag (Bayern: 1.160 kWh/kWp) lassen sich damit jährlich rechnerisch 18,4 GWh Strom erzeugen. Dies entspricht 132 % des zuvor genannten Verbrauchs. Natürlich sind dies rein bilanzielle Werte. Windach kann so leider noch nicht vollständig mit dem eigenen Strom versorgt werden. Die anderen Stromerzeuger aus erneuerbaren Quellen sind hier noch gar nicht betrachtet. Es befinden sich noch 3 Biogasanlagen und ein kleines Wasserkraftwerk mit einer elektrischen Gesamtleistung von über 1,2 MW auf dem Gemeindegebiet (Quelle: Energieatlas Bayern).

Anmerkungen zu den öffentlich zugänglichen Daten aus dem Marktstammdatenregister

Es gibt 35 Klein-/Balkonsolaranlagen mit einer Gesamtleistung von 25 kWp. So werden rechnerisch also ungefähr drei kleinere Aufdachanlagen über die Kleinsolaranlagen generiert. Es dürfen aus Sicht des Gemeinderats gerne noch mehr werden. Die Gemeinde bietet ein Förderprogramm für Kleinsolaranlagen. Sollten hier Bürger aus Eresing mitlesen: Auch hier gibt es ein Förderprogramm. Einfach im Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft nachfragen.

Die größten Anlagen sind die Freiflächenanlagen an der A96 und die Aufdachanlage von Delo. Die Großanlagen kommen auf eine Gesamtleistung von 10,6 MWp.

Die Gemeinde alleine betreibt mit den Gemeindewerken PV-Anlagen mit insgesamt 7,0 MWp und es soll laut Beschluss weiter dazugebaut werden. So ging kürzlich die PV-Anlage auf dem Dach des Hochbehälters in Betrieb. Demnächst kommen z. B. noch drei Anlagen auf die Dächer der Feuerwehrhäuser. Übrigens: Die Ertragsdaten der großen kommunalen Freiflächenanlagen werden immer wieder auf der Website der Gemeindewerke aktualisiert. Auf jeden Fall bleibt festzuhalten, dass die Gemeinde aufgrund der Aktivitäten Vieler im Bereich erneuerbarer Energien auch ohne Windkraftanlagen auf einem guten Weg ist.

Dr. Daniel Gehr