Wings for Africa hilft Familien und Jugendlichen

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Die Geschichte von Clemence Labrentz aus Kamerun und ihren erfolgreichen Vereinsaktivitäten – Aufruf zu Spenden für laufende Projekte

Zerstörung und Leid gibt es in diesen Zeiten gerade genug. Einen positiven Beitrag für eine gerechtere Welt zu schaffen – dazu rufen die Mitglieder des Vereins „Wing for Africa e.V“ auf, die Ende März bei einem Pressegespräch in Windach auf ihre Aktivitäten aufmerksam gemacht hatten. Man traf sich am 30. März 2022 am großen Ratstisch im Schloß bzw. Rathaus von Windach in Gegenwart des Hausherrn, Bürgermeister Richard Michl. Die Vorsitzende von Wings for Africa, Clémence Labrentz, hatte Ende 2019 mit Gleichgesinnten, einem Team aus Afrikanern und Deutschen, den Verein Wings for Africa gegründet. Jetzt stellte zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Dr. Carlos Weber und Ruth Paulig die ersten Erfolge vor: Projekte im Westen von Kamerun.

Die Projekte in Kamerun

Im Gartenprojekt konnte mit Gemüseanbau für einzelne Familien die direkte Armut gelindert werden. Die Dorfgemeinschaft von Banekane (bei Bangangte) stellte kürzlich weitere Flächen bereit, um mehr bedürftigen Familien mit meist alleinerziehenden Frauen helfen zu können. Nachhaltige Kleintierhaltung mit Hühnern und Ziegen ist in Vorbereitung.
Das Berufsschulprojekt bei der Hauptstadt Yaoundé wurde tatkräftig angegangen. Dank einer Förderung durch die Bayerische Staatskanzlei gelang es im letzten halben Jahr, ein großes und doch kostengünstiges Schulgebäude zu errichten. Der Bau wurde im Februar 2022 abgeschlossen. Derzeit laufen bei weiteren Organisationen Förderanträge für die Ausstattung der ersten Werkstätten, einer Schreinerei, einer Elektro-/ Solarwerkstatt und einer Schneiderei. Ein Brunnen wird gebaut und die sanitäre Ausstattung erstellt. Erste Einstellungsgespräche mit möglichen Lehrerinnen und Lehrern wurden geführt. Die Genehmigung der Schule für mehr als zehn Ausbildungsberufe wurde vom zuständigen Ministerium in Kamerun erteilt. Einzelne Ausbildungsbereiche werden künftig Schritt für Schritt nach Marktorientierung und gemäß Finanzlage ausgebaut werden. Mittelfristig ist es wichtig in den Werkstätten Produkte für den Verkauf zu produzieren, Dienstleistungen anzubieten und zunehmend eigene Einnahmen für die Schule einzubringen.

Hoffnung und Chancen für die Zukunft

Ab Mai können sich erste Schülerinnen und Schüler anmelden. Im Juli soll die Schule mit einem kleinen Festakt offiziell eröffnet werden. Das Trainingszentrum mit dem Namen „Cleau Hope Center“ soll ein Projekt für Hoffnung und Chancen hin zu einer besseren Welt werden. Statt Abwanderung junger arbeitsloser Männer und Frauen in die Städte, wo gelegentliche Hilfsjobs warten, mit der Gefahr, in Kriminalität oder Prostitution abzugleiten, sollen neue Wege geöffnet werden. Mädchen und Jungen sollen gleichermaßen Ausbildungsangebote erhalten. Mit einer Ausbildung in handwerklichen Berufen und erworbenen Fachkenntnissen können Jugendliche eine Arbeit in Unternehmen oder als Selbstständige finden und so der Armut entkommen. Sie können Perspektiven entwickeln und ein selbstbestimmtes Leben in ihrer Heimat aufbauen.

Spenden zur Unterstützung laufender Projekte

Wer mithelfen möchte ist eingeladen, mit kleinen und größeren Spenden einen Beitrag zur Unterstützung dieses Projekts zu geben. Jetzt sind die laufenden Kosten für den Einstieg in den Schulbetrieb aufzubringen. „Mit monatlichen Beiträgen können allgemeine Schulpatenschaften oder auch persönliche Patenschaften für die begleiteten Jugendlichen übernommen werden. Auch einmalige Spenden sind willkommen“, so wirbt Clémence Labrentz um Unterstützung.

Aus Kamerun nach Windach

Sie selbst kam als junge Frau als „Aupair“ von Kamerun nach Deutschland – in den Landkreis Starnberg. Mit ihren Bildungsabschlüssen (Abitur und Studiensemester in Kamerun), erhält sie nach der Aupair-Zeit einen Studienplatz für Jura an der LMU in München. Die deutsche Sprache ist für sie jedoch zu schwierig. Sie lässt sich deshalb zur Chirurgisch-Technischen Assistentin ausbilden, assistiert viele Jahre bei Operationen in den Kreiskrankenhäusern Seefeld und Landsberg. Dann lernt Clemence ihren jetzigen Mann Bernd kennen und lieben, die beiden heiraten – heute lebt die Familie mit den zwei Töchtern in Windach. Weil sie die bittere Armut von Familien, alleinstehenden Frauen und alten Menschen in ihrer Heimat kennt, die Perspektivlosigkeit für Kinder und Jugendliche, entschließt sie sich zu helfen.
Und bittet um Mithilfe! Spendenkonto IBAN DE08 7005 2060 0022 6249 69, Sparkasse Landsberg-Dießen, BIC BYLADEM1LLD
paypal@wings-for-africa.org


Clémence Labrentz, Vorsitzende
April 2022