Neue Beschlüsse zum Senioren-Bewegungspark

Nach Diskussion und drei Abstimmungen im Gemeinderat wird das Projekt seitens der Gemeinde weiter fortgeführt.

In der Gemeinderatssitzung am 07. Mai 2024 wurde unter dem Tagungsordnungspunkt 4 auch noch einmal der Senioren-Bewegungspark aufgerufen und Otto Brösdorf in seiner Funktion als Seniorenbeauftragten ein Rederecht eingeräumt. Im Vorfeld betonte die Gemeinderätin Ute Pontius, dass dieses Rederecht bitte nicht auf Basis der Funktion als Seniorenbeauftragter erteilt werden soll, sondern als Bürger.

Otto Brösdorf nutzte sein Rederecht, um dem Gemeinderat seine Beweg- gründe zum Verfassen des Leserbrie- fes (siehe letzte Ausgabe 03/2024 des Windachers) zu erläutern. Er beschrieb, dass es ihm vor allem um die Abstimmungen im Vorfeld ginge und er sich gewünscht hätte, hier als Seniorenbeauftragter rechtzeitig bereits in der Entstehungsphase mit eingebunden worden zu sein, was aber nicht der Fall war. Seit 11 Jahren übe er nun dieses Amt aus und wäre noch nie zu Themen in beratender Funktion hinzugezogen worden, die Senioren betreffe.

Anhörung bei 1. Präsentation

Er hätte sich gewünscht, ein Rederecht bei Erstantrag und Präsenation zu erhalten. Dies blieb leider aus, obwohl er bei der betreffenden Sitzung damals persönlich als Zuhörer anwesend war.

Der Antrag einer Einzelperson spiege- le nicht den Bedarf der Senioren wider und seine Umfrageergebnisse bei dem von ihm geleiteten Windacher Seniorentreff mit ca. 60-70 Teilnehmern ergaben lediglich eine einzige positive Rückmeldung zum Thema Bewegungspark. „Auch die Pflege, Unterhaltung und Haftung bei der Falschnutzung der Geräte ist zu berücksichtigen“, wies Brösdorf auf weitere Risiken hin. Seiner Meinung nach sei der Beschluss voreilig getroffen und auch die Kosten zu hoch, er appellierte an den Gemeinderat, diesen Beschluss doch bitte noch einmal zu überdenken.

Weitere Diskussionen

Danach folgten Wortmeldungen der Gemeinderäte. Ute Pontius betonte, dass das Projekt auch generationen- übergreifend angedacht sei. Dr. Gebhard führte aus, dass er aus Sicht eines Arztes den Bedarf durchaus sehen würde, für Senioren und auch Kinder, und für ihn die Abfrage innerhalb eines aktiven Seniorensporttreffens nicht repräsentativ sei.

„Dies ist doch so, als würde man den Fußballverein fragen, ob ein Tennisplatz benötigt wird!“, fügte er als Vergleich hinzu. Auch sehe er den Platz neben dem Jugendhaus als idealen Standort an.

Robert Beinhofer betonte, dass der Antrag damals sauber vorbereitet und behandelt wurde, er aber die Standortwahl und dortige Umsetzung durchaus in Frage stellen würde.

Der Jugendreferent Markus Ertl berichtete von einem Standort-Treffen, welches belege, dass der zuerst gewählte Platz neben der
alten Schule nicht optimal sei und seines Erachtens ein „Schnell-Schuss“ sei, da hier der Bedarf für das Spielmobil und auch einen möglichen Ausbau des Außengeländes für das Jugendhausnicht berücksichtig würde.

Es gäbe aber bereits im gleichen Areal einen geeigneten Ausweichplatz südlich des Spielplatzes. Bürgermeister Richard Michl zeigte diesen Standort auf einem Lageplan.

Finale Abstimmung

Nach einigen weiteren Diskussionen um das Für und Wider der jeweiligen Standorte erfolgte dann die Abstimmung: für die Fortführung des Beschlusses/Projektes Bewegungspark (15:1 Stimmen), für die Auswahl des neuen Standortes südlich des Spiel- platzes (13:3 Stimmen) sowie für die Veranlassung der Planung und Einholung von Angeboten zur Umsetzung des Projektes (16:0 Stimmen). Auf Basis dieser drei Abstimmungen kann das Projekt nun in die nächste Planungsphase gehen und Angebote und Gestaltungsideen eingeholt werden.

Bericht aus dem Gemeinderat Constanze Herrlinger