Ideen für neuen Ortskern

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Die einen wünschen sich ein hübsches Café, die anderen neue Geschäfte: Wie könnte das Zentrum von Windach in ein paar Jahren aussehen?

Der anstehende Umzug des Bauhofs an den Ortsrand schafft Platz für neue Ideen. Das beflügelt die Fantasie und lässt Wünsche wachsen – im Gemeinderat und bei den Bürgern. Endlich ein paar nette Geschäfte, mehr Leben in unserer „City“, natürlich eine neue Apotheke und, und, und.. Ein großes Projekt, das uns alle betrifft und weit in die Zukunft reicht. Schließlich werden mit der Planung des Geländes rund um den Bauhof und direkt am Schlosspark wichtige Weichen gestellt: Wie soll das Dorfzentrum aussehen, welchen Charakter wird es erhalten?

Wie kann man Jung und Alt gerecht werden, was wird funktionieren?

Sammeln wir zunächst einmal ein paar Fakten. Der Bauhof wird bekanntlich von seinem Standort „Am Schlosspark“ nach Oberwindach verlegt, auf das jetzige Gelände des Wertstoffhofes. Die Planung läuft längst, der Umzug könnte, wenn alles klappt, Ende 2022/ Anfang 2023 erfolgen, so berichtet der Bürgermeister. Und dann sollte es auch gleich losgehen mit den Baumaßnahmen für den neuen Ortskern. Nicht nur die Gebäude des Bauhofes sind be-

troffen, das Projekt umfasst ebenso die Ladenzeile vor dem Schlosspark an der Münchener Straße (Fahrschule, Eine-Welt-Laden etc.) und auch das Schlossmarkt-Gelände, das sich ja inzwischen im Besitz der Gemeinde Windach befindet. Ein Fall für die Experten – deshalb soll ein Architekten-Wettbewerb ausgeschrieben und natürlich die Möglichkeiten der Städtebauförderung ausgeschöpft werden.

Wohin mit dem Rettungswagen?

Zuständig ist neben dem Bürgermeister der Gemeinderatsausschuss für Ortsbild, Verkehr, Soziales und Kultur („OVSoKu“) mit den Gemeinderatsmitgliedern Wolfgang Albrecht (Wählergemeinschaft Hechenwang), Robert Beinhofer (Dorfgemeinschaft Windach), Maria Dörner (Freie Wähler Windach), Dr. Adolf Gebhardt (Freie Wähler Windach), Wolfgang Hesse (Freie Wählergemeinschaft Schöffelding), Dr. Christoph Köhl (Bilo/Bündnis 90/Die Grünen), Sven Sautter (Bilo/Bündnis 90/ Die Grünen). Zu den bisherigen Überlegungen gehören die Errichtung eines zweigeschossigen Gebäudes am alten Bauhof, die beiden Trakte rechts und links vom Eingang zum Schlosspark könnten durch einen Torbogen verbunden werden. Im linken Teil könnte das Bayerische Rote Kreuz untergebracht werden, im rechten Teil ein Bürgerbüro und weitere Räume für die Verwaltung. Wie Bürgermeister Richard Michl bestätigt, gibt es einen Gemeinderatsbeschluss, dass der Rettungswagen des Roten Kreuzes in der Nähe der Feuerwehr bleiben soll. Eine Entscheidung, die nicht von allen getragen wird. Die Freien Wähler zum Beispiel plädieren für einen dezentralen Standort – wie auch andernorts üblich, um die „1 a“ Lage am Schlosspark anderweitig nutzen zu können.

Wieder eine Apotheke im Ortskern

Viele Ideen wurden bereits vor- gebracht und gesammelt – vom Bürgertreff über Bücherei, Pflegeeinrichtung, und, und. Wir fragten Bürgermeister Richard Michl, wel- ches denn seine ganz persönlichen Wünsche wären. „Ich fände es gut, eine Apotheke im neuen Ortskern unterzubringen, vielleicht auch die Gemeindebücherei, eventuell eine Tagespflege. Mir ist auf jeden Fall wichtig, für das Projekt „größer“ zu denken. Im Zuge der Maßnahmen sollte zum Beispiel der Schlosspark attraktiver gestaltet werden. Auch die Schaffung von Parkraum steht an und könnte zum Beispiel durch eine Tiefgarage auf dem Gelände des Schlossmarkts gelöst werden.“ In diesem Fall müsste auch der Lebensmittelmarkt neu geplant (zweistöckig?) und in das Gesamtkonzept einbezogen werden.

Doch wie bereits erwähnt, sind zunächst die Fachleute an der Reihe: Ein Architekturbüro wird sich um die Ausschreibung des Wettbewerbes kümmern und dann dürfen verschiedene Architekten planen und ihre Vorschläge unterbreiten. Natürlich sollen die Ergebnisse dann auch der Bevölkerung präsentiert werden. Die übrigens schon jetzt mitreden kann und entsprechende Ideen liefern. Zum Beispiel unter Ideen-fuer-Wind-ach@web.de. Auch wir beim „Windacher“ sammeln gerne Ihre Vorschläge und Anregungen! Idealerweise sollte die Entscheidungsfindung im nächsten Jahr über die Bühne gehen, um pünktlich nach Umzug des Bauhofes mit den Baumaßnahmen beginnen zu können. Die Belohnung: Wenn alles Zug um Zug klappt, könnte der neue Ortskern irgendwann 2025 von den Bürgern in Besitz genommen werden. So oder so…, wir freuen uns darauf

Petra Bäuerle

Skizze: Reiner Lekar