Hier zeigen sich die Macher von morgen…

Schüler gestalten Weidentipi am Windachtal – ein Projekt, das Klima- und Naturschutz mit Sozialem verbinde

Am 22. April 2024 haben 13 naturbegeisterte Schülerinnen und Schüler der Umwelt-AG der Grundschule Windach zusammen mit Vertretern der Interessengemeinschaft „Unser Windachtal“ und des BUND-Naturschutzes auf einem gemeindeeigenen Grundstück nahe der Windach ein Rondell aus Weidenruten gepflanzt.

Ein tolles Team: Schüler, Initiatoren und Helfer arbeiteten Hand in Hand

Trotz unwirtlicher Temperaturen, aber frisch gestärkt nach einer vom Bürgermeister spendierten Brotzeit (Brezeln, Äpfel und Getränke) im Jugendhaus, haben die Drittklässler mit viel Tatendrang und Muskelkraft angepackt. Sie haben Löcher vorgebohrt, mit Spaten gearbeitet, die jungen Pflänzchen gesetzt, Erde angehäuft und Wasser von der Windach in Gießkannen herbeigetragen. In kürzester Zeit hatten die fleißigen Helferinnen und Helfer 96 Weiden eingepflanzt und somit einen wertvol- len Beitrag für die Natur im Windachtal geleistet; die Weiden sind die Leitpflanzen für den Lebensraumtyp Auwälder und tragen zur Artenvielfalt bei, da sie zahlreichen Tieren und Insekten Unterschlupf und Nahrung geben.

Bürgermeister Richard Michl begleitet die Schüler zum Wasserholen

Ziel: eine grüne Eingangskuppel

Aus diesem Weidenkreis soll mit der Zeit ein Weidentipi mit acht Metern Durchmesser erwachsen, das mit einer Kuppel und drei Eingängen zum Verweilen und Rasten einlädt und Ausgangspunkt für ein neues Wegesystem ins Windachtal sein könnte. „Wenn dort dann einmal Bänke drinnen stehen, ist es ein superschöner Platz, wo man sich treffen, unterhalten, spielen, lesen und den Wandertag hin machen kann.“, schwärmten Schüler und Schülerinnen.

Auch haben sie gleich weiter überlegt, wie sie diesen Ort noch weiter „ausbauen“ können, indem sie Blumenstreifen für Insekten anlegen oder einen Weidentunnel mit Beerensträuchern für die Vögel pflanzen. Hierzu haben sie schon einen mäandernden Pfad mit Zweigen abgesteckt…. Auf jeden Fall stimmten alle überein, dass die „Umwelt-AG“ bald wieder herkommen möchte, um nachzusehen, ob die Ruten angewachsen sind.

Die Kinder haben nicht nur einen naturnahen Verweil-Ort sondern einen Ort der Begegnung in unserer Gemeinde geschaffen, der von allen Generationen genutzt werden kann. Es ist ein Projekt, das Klima- und Naturschutz mit Sozialem verbindet.

Nach dieser tollen Zusammenarbeit mit der „Umwelt-AG“ der Grundschule Windach werden weitere gemeinsame Projekte folgen. Darüber waren sich die Schulrektorin Barbara Döppl und die Jugendreferentin Ute Pontius einig.

Fleißig, fleißig: Im Windachtal wurden 96 Weiden eingepflanzt, um ein Tipi entstehen zu lasse

Projekt fand viele Unterstützer

Die Aufgeschlossenheit der Rektorin gegenüber neuen Ideen hat dazu geführt, dass diese Aktion im Freien gleich befürwortet wurde. Dank der Spontanität der beiden Lehrkräfte, Katrin Stadler und Alexandra Gay, und der erwachsenen Unterstützer, Reiner Lekar und Natalie Rehm, konnte diese sehr kurzfristig umgesetzt werden. Hier ist auch dem Bauhofmitarbeiter Sven Rehschuh für seine Unterstützung bei der Vorbereitung zu danken, dem Bürgermeister für seine Zustimmung und der Interessengemeinschaft „Unser Windachtal“ und dem BUND- Naturschutz für die Initiative und Organisation.

Text: Rehm/Pontius Fotos: Reiner Lekar und Ute Pontius