Die Jupiter-Saturn-Begegnung live aus St. Ottilien

Aufrufe: 7

Die Heinz-Reinhardt-Sternwarte in St. Ottilien ermöglicht auch online den Blick in die Sterne

Seit 2014 gibt es die Heinz-Reinhardt-Sternwarte am nördlichen Ortsrand der Erzabtei St. Ottilien. Sie wird betrieben vom Verein Sternwarte St. Ottilien e. V. und fungiert dabei nicht nur als Schulsternwarte für das benachbarte Rhabanus-Maurus-Gymnasium, sondern steht darüber hinaus jedem Besucher offen.

St. Ottilien-Sternwarte bei Nacht

St. Ottilien-Sternwarte bei Nacht

Die Monate mit guter Planetensichtbarkeit sind damit nun beendet, daher werden wir für die kommenden Veranstaltungen unser Sonnensystem verlassen und freuen uns auf die weit entfernten Schätze, die der Winterhim- mel zu bieten hat: Es findet sich hier die Wintermilchstraße mit zahlreichen Sternhaufen und leuchtenden Gasnebeln. Der hellste und vermutlich bekannteste davon ist der Orionnebel, die Geburtsstätte neuer Sterne. Er ist unter optimalen Bedingungen schon mit dem bloßen Auge zu sehen und im Fernglas sehr beeindruckend. Mit unserer leistungsstarken Optik können wir Farben und detaillierte Strukturen sichtbar machen.

 

Der Orionnebel M42

Unsere Beobachtungstermine sind wetterabhängig und können daher oft erst kurzfristig angekündigt werden. Auf unserer Homepage sternwarte-ottilien.de können Sie sich für unseren Newsletter anmelden, mit dem wir über alle unsere Veranstaltungen informieren. Wir freuen uns über jeden (virtuellen) Besucher!

Markus Höpfl Sternwarte St. Ottilien e.V.

St. Ottilien-Sternwarte bei Nacht

Derzeit dürfen unsere öffentlichen Veranstaltungen allerdings pandemiebedingt nur online stattfinden. Die technische Ausstattung der Sternwarte erlaubt es Ihnen, auch per Youtube-Livestream einen Blick durch unsere Teleskope zu werfen. Bei gutem Wetter zeigen wir daher auf diesem Weg eine Auswahl interessanter Objekte und aktuelle Himmelsereignisse.

Kurz vor Weihnachten kamen sich die beiden größten Planeten Jupiter und Saturn so nahe, wie es nur sehr selten der Fall ist. Alle 20 Jahre überholt der schnellere Jupiter den langsameren Saturn am Himmel, dabei stehen sie von der Erde aus gesehen mehr oder weniger in einer Linie. Zum Zeitpunkt der größten Annäherung am 21. Dezember waren die beiden Planeten nur noch ca. 7 Bogenminuten voneinander entfernt, das entspricht einem Viertel des Monddurchmessers. Diese aktuelle Begegnung ist aller- dings durch den ungewöhnlich kleinen Abstand in dieser Ausprägung sehr selten und fand vergleichbar zum letzten Mal im Jahre 1623 statt. Historisch bringt man ein solches Ereignis („große Konjunktion“) auch mit dem „Stern vom Bethlehem“ in Verbindung.

Am 21. Dezember erlaubte das Wetter leider keine Beob- achtung, aber mit Glück konnten wir das Ereignis schon am 19. Dezember öffentlich zeigen und die Zusammenhänge erklären. Die Aufzeichnung dieser Live-Veranstaltung ist bei Youtube unter unserem Kanal „Sternwarte St. Ottilien“ zu finden.

Bemerkungen zum Sternkunde-Artikel:
Wir von der Windacher Redaktion freuen uns sehr, dass sich nach einem Gespräch mit Br. Josef Götz (1. Vorsitzender des Vereins) der 2. Vorsitzende Markus Höpfl bereit findet, uns mit regelmäßigen Beiträgen über das Geschehen am Sternenhimmel zu informieren.

Da die Bilder der Sternennebel in unserer schwarz/weiß-Zeitschrift nicht richtig zur Geltung kommen, wollen wir in der Windacher-online-Version auf einer Seite immer die Bilder in guter Farb-Qualität und Größe abbilden.