Die fünf wichtigsten Bauprojekte in Windach

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Es wird geplant und gebuddelt, gesperrt und gebaut: Ganz schön was los in unserer Gemeinde und um unsere Gemeinde herum. Wir bringen unser Leser auf den neuesten Stand.

Einige Vorhaben sind in der Pipeline, bei den meisten gibt es zum Frühjahr schon sichtbare Fortschritte. Wir sprachen mit dem Bürgermeister Richard Michl, den zuständigen Mitarbeitern aus der Verwaltung und dem Vorstand der Gemeindewerke, Florian Zarbo, der die meisten der Projekte betreut. Starten wir mit einem Lieblingsthema der Windacher, bei dem sich scheinbar wenig rührt…

1. Gasthof am Schloss

 

Wann beginnt das neue Gasthof-Leben??

Nachdem die erste Runde der Pächtersuche im letzten Jahr abgeschlossen und die Kandidaten dem Verwaltungsrat präsentiert wurden, passierte… nichts. Warum konnte keine Entscheidung getroffen und noch kein neuer Pächter gefunden werden, fragten wir Florian Zarbo. Hier sein Statement: „Es waren in der Runde sehr geeignete Interessenten dabei, mit welchen wir weiterhin in Abstimmung stehen. Dennoch ist für den Verwaltungsrat wichtig, möglichst vielen Interessenten die Möglichkeit zu geben, sich auf den Gasthof zu bewerben, denn unser Ziel ist ein möglichst langes partner- schaftliches Pachtverhältnis. Nachdem die vergangenen zwei Jahre für die Gastronomie unkalkulierbare Risiken mit sich brachten, waren auch einige potenzielle Wirte mit einer Bewerbung auf den Gasthof vorsichtig. Wir geben nun mit einer weite- ren Ausschreibung im Frühjahr 2022 alle möglichen Interessenten die Möglichkeit sich auf den Gasthof zu bewerben. Eine Entscheidung über den künftigen Wirt wird es dann im Anschluss geben.“ Die zweite Ausschreibung soll bis Mai 2022 laufen. Laut Zarbo müssen sich die BewerberInnen aus der ersten Runde, die in die engere Wahl kamen, nicht mehr erneut bewerben, sie sind bereits für die Entscheidungsrunde „gesetzt“. Die Entscheidung wird übrigens nicht vom Gemeinderat getroffen, sondern vom Verwaltungs- rat, der allerdings ausschließlich aus Gemeinderäten besteht, die ihre Ent- scheidung in den jeweiligen Fraktio- nen beraten. „Mit einer Vorstellung des neuen Wirts rechnen wir im Mai/ Juni 2022.“, so Florian Zarbo.
Wir fragten weiter: Gibt es für die Umbaumaßnahmen bereits die Bau- genehmigung mit denkmalschutzrechtlicher Erlaubnis? Florian Zarbo: „Wir haben im Februar 2022, nach etwa 5 bis 6-monatiger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege, dem Landratsamt Landsberg sowie der gemeindlichen Bauverwaltung den Bauantrag eingereicht. Bereits im Vorfeld konnten wir mit allen beteiligten Stellen Einigungen über die geplante Umsetzung erzielen. Auch die Regierung von Oberbayern mit der Abteilung Städtebauförderung konnten wir in dieser Zeit für unser Projekt gewinnen und von dort wurden uns Fördermittel für die Generalsanierung in Aussicht gestellt. Das denkmalgeschützte Gebäude stellt eine besonders spannende Herausforderung dar und bedarf deshalb eines deutlich erhöhten planerischen Aufwands. Wir haben es nun geschafft, das Baudenkmal zu erhalten und in allen Belangen in die Planung zu integrieren. Mit einer Baugenehmigung rechnen wir in 2-3 Monaten.“ Der Beginn der Arbeiten soll in den nächsten Wochen erfolgen.

2. Mehrfamilienhaus am Merowingerweg

Baustelle Windacher Mehrfamilienhaus

Auch beim Bauprojekt am Merowin- gerweg sind die Gemeindewerke der Bauherr. Wie Florian Zarbo berichtet, ist man im Zeitplan und konnte bereits einen Großteil der Gewerke vergeben. Zuletzt im Januar auch das größte Gewerk Holzbau, deshalb soll mit dem Aufstellen der Gebäude bereits im Juni beginnen werden. Zarbo: „Bis heute können wir erfreulicherweise festhalten, dass wir ausschließlich lokale Partner für die Arbeiten gewinnen konnten. Darüber hinaus ist es erfreulich, dass wir trotz der derzeitigen Sondersituation der Materialpreise im Budget liegen.“ Die Wohnungen sollen bis zum ersten Quartal 2023 bezugsfertig sein. Wer Interesse an einer Wohnung hat: Der Kriterienkatalog samt Bewerbungsunterlagen wird voraussichtlich im Juni 2022 veröffentlicht. Es gibt keine Wartelisten im Vorfeld.

3. Photovoltaikanlage an der A 96

Fortschritte beim Bau der PV-Anlage

Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das 2. Quartal 2022 vorgesehen. Wird das klappen, fragte man sich als besorgten Bürger angesichts der sichtbaren „Ruhe“ auf der Baustelle Anfang des Jahres. Doch jetzt tut sich was! Florian Zarbo erläutert, warum das alles etwas dauerte: „Wir waren mit unserem Spatenstich im vergangenen Jahr sehr schnell, da wir unmittelbar nach Satzungsbeschluss bereits erste Arbeiten durchführen konnten. Die seinerzeit tätigen Firmen hatten das Material auf Lager und konnten Kapazitäten freischaufeln. Allerdings müssen auch bei der PV-Anlage gewisse Planungsschritte gemacht werden, so wie bspw. die Statik der Modultische. Weiterhin erfolgen Arbeiten auf dem Feld, welche beim Vorbeifahren nicht direkt ins Auge fallen, wie die Vermessung der Modultische. Dies ist alles inzwischen erfolgt und die Rammarbeiten am Feld haben begonnen.“ Übrigens: Auf dem Weg von Windach nach Schöffelding ist erst die zweite PV Baustelle das Windacher Projekt, das erste Feld wird von den Stadtwerken FFB „bestellt“.

 

4. Umzug des Bauhofs nach Oberwindach

Bekanntlich soll der Bauhof von Unterwindach nach Oberwindach umziehen und neben den Wertstoffhof kommen. Wir fragten nach dem Stand der Planung. „Die Gemeindewerke haben nach dem Jahreswechsel das Projekt zugesagt, jetzt muss der Gemeinderat noch dem Gene-
ralübernehmervertrag zustim- men. Wir haben alle Unterlagen übernommen und werden nun das Gebäude samt Freianlagen und Wertstoffhoff weiterplanen“, so gibt Florian Zarbo Auskunft. Was die Altlasten auf dem Gelände betrifft: Es liegt ein Bodengrundgutachten vor. Bei Gesprächen zwischen Gemeinde und Landratsamt wird die weitere Vorgehensweise erörtert. Ein Umzug des Bauhofs wird frühestens 2023 stattfinden können.

Wie BürgermeisterRichard Michl meint, soll die Beplanung des frei werdenden Areals in der  Dorfmitte in die Gesamtplanung zur Gestaltung des Ortskerns integriert werden. Es liegt bereits ein erstes „Raumkonzept“ vor, das auch schon dem Gemeinderat vorgelegt und positiv bewertet wurde.

5. Sanierung der Wasserleitungen

In zwei großen Sanierungsgebieten in Windach mussten und müssen die fast 60 Jahre alten Wasserleitungen erneuert werden. Derzeit gibt es noch Behinderungen für Anwohner und Passanten im Bereich Frühlingsstraße, Gartenstraße, Sonnenstraße – die meisten Straßen dort sind aber schon fit für die Zukunft. Während Bagger, Schutt und Sperrungen in diesem Bereich bald ein Ende haben, müssen sich die Bewohner der Höhenstraße, Hangstraße, Römerstraße, Keltenstraße und Teilbereiche der Burgleitenstraße auf den Start der Sanierungsarbeiten einstellen, die voraussichtlich im Mai beginnen werden.

 

Petra Bäuerle