Blackout-Vorsorgen

Schon Anfang Oktober 2022 wurden wir Windacher mit einem Gemeindeschreiben inkl. dem Flyer „Persönliche Basis – Checkliste für Ihre Krisenfitness“ informiert und aufgefordert, individuelle Vorsorge-Maßnahmen für einen lang andauernden und überregionalen Stromausfall (Blackout) zu ergreifen.

Für weitere Informationen wird auf dem Flyer folgender Link genannt:

www.schritt-fuer-schritt-krisenfit.de

Anfang Dezember 2022 erhielt jeder Haushalt vom Landratsamt Landsberg das „Mein Landkreis“-Sonderheft (Ausgabe November 2022) mit dem Titel „Blackout“, mit Informationen über:

* Aufgaben/Verantwortung des Landratsamtes * Aufgaben/Verantwortung der einzelnen Gemeinden * Aufgaben/Eigenverantwortung der Landkreisbewohner

Vorsorgen der Gemeinde

Die Gemeinde Windach hat schon im April 2022 eine Arbeitsgruppe (Task Force) zum Erarbeiten von Maßnahmen eingerichtet. Im November wurden die Ergebnisse vorgestellt, dazu gab es auch im Landsberger Tagblatt zwei Artikel am 21. und 25. November 2022.

Auch wir von der Windacher Redaktion wurden über die Ergebnisse des Arbeitskreises unterrichtet.

Eine Schlüsselrolle spielen Notstromaggregate für die Aufrechterhaltung der Strom- und Wasserversorgung. Zusätzlich zum bestehenden Wasser-Notstromaggregat bei der Wasserreserve wurden drei mobile Aggregate besorgt, um im Krisenfall den Dienstbetrieb der Feuerwehren in Windach, Schöffelding und Hechenwang für bis zu drei Tage sicherstellen zu können. Auch für die Pumpstelle an den Wasserquellen wurde eine besonders leistungsfähiges viertes Notstromaggregat angeschafft

 

Die mobilen Notstromaggregate stehen in einer Bauhofhalle für den Einsatz bereit

Wie die Planer mitteilen, sollen die Feuerwehrgebäude der „Welcome Point“ sein und als „Leuchttürme“ dienen – also als Anlauf- bzw. Ansprechstellen für Hilfesuchende in Notsituationen. Auch die Sicherstellung der Sirenensysteme bei Stromausfall fällt in den Bereich der Feuerwehren.

Die Arbeitsgruppe kümmert sich auch um die Schaffung von Notunterkünften. Hier kommen das Schützen- und Sportheim in Windach in Frage, das Schützenheim in Schöffelding und das Schützenheim in Hechenwang. Sorge getragen werden muss auch für die Versorgung der Hilfskräfte, die sich im Not- und Krisenfall um die Bevölkerung kümmern. Für sie werden lagerbare Lebensmittel gebraucht, Örtlichkeiten zum Lagern, Möglichkeiten zum Erwärmen etc.

Mit der Einlagerung von Lebensmitteln befasst sich u.a. auch die persönliche Basis-Checkliste, die von der Gemeinde an die Bürger verteilt wurde. Bürgermeister Richard Michl gibt darin vor allem die Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe weiter – kein Aufruf für Hamsterkäufe und kein Anlass zur Verunsicherung, sondern eine Vorsichtmaßnahme, um für Krisen (Gasproblematik, Stromausfall durch Cyberattacken etc.) gewappnet zu sein. So sollte Essen und Trinken für rund 10 Tage vorgehalten werden – wobei gilt: ein Vorrat für drei Tage ist besser als kein Vorrat. Wichtig ist auf jeden Fall ein ausreichendes Wasserdepot: Empfohlen werden 20 Liter pro Person für 10 Tage. Für den Fall, dass das Licht ausfällt, sollten Taschenlampen und Ersatzbatterien bereitliegen, auch Kerzen und Streichhölzer gehören zum Notfallequipment.

Aufgabenverteilung in der Task Force

Um die Gemeinde-Aufgaben kümmert sich wie genannt die Task Force „Katastrophenvorsorge Windach“. Unter der Ägide von Bürgermeister Richard Michl und Stellvertretendem Bürgermeister Ingmar Bertling leiten die Gemeinderäte Siegfried Dumbsky und als sein Stellvertreter Alex Gebhardt die Task Force. Zu den einzelnen Zuständigkeiten: P1 Wasser-Strom-Wärme – Daniel Hesse und Bernd Menter, P2 Kommunikation/Bürgerinformation – Ingmar Bertling und Brigitte Bader, P3 Verpflegung/PSNV med. – Dr. Christoph Köhl und Erna Graf, P4 technische Umsetzun, dir. Hilfeleistung – Marcus Karl und Franz Wegele, P5 Bereitschaft für spezielle Aufgaben – Stefan Geil und Martin Gerum.

Für das Projektbüro bzw. die Projektberatung ist Brigitte Albrecht zuständig.

Windacher Redaktion