149 – Mein Abschied vom „Windacher“

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Vor 23 Jahren habe ich mich dafür eingesetzt, dass unsere Dorfzeitung nicht nach nur wenigen Ausgaben wieder abgeschafft werden sollte. Bürgermeister Kropf und auch ein Großteil der Gemeinderäte waren damals nicht damit einverstanden, dass die verantwortlichen

 

 

Herausgeber/innen sich doch sehr kritisch über viele Entscheidungen des Gemeinderates äußer-ten. Man war der Meinung, dass die Entscheidungsträger der Gemeinde und auch die Verwaltung, als Herausgeber und finanzieller Träger dieser Dorfzeitung, sich nicht ständig „ans Bein pinkeln lassen wollten“. Man war also fest entschlossen, die Herausgabe des Windacher einzustellen. Ich hatte damals für den Fortbestand des Windacher plädiert und den Vorschlag gemacht, dass wir einfach selbst mehr Einfluss auf die Redaktion nehmen sollten. Nachdem sich aber niemand für diese Aufgabe freiwillig meldete, blieb diese an mir hängen. Bedauerli-cherweise zogen sich im Laufe der folgenden Jahre die Mitarbeiterinnen der ersten Stunde nach und nach zurück, sodass ich für die Herstellung und Gestaltung komplett verantwortlich wurde. 

Ich habe in all den Jahren sehr viel von meiner Freizeit dafür aufgewendet, aber die Arbeit hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Dank der Unterstützung durch Martina Knake, Ursel Zollbrecht und Christian Galleitner war ich in der Lage, all die Jahre den Windacher immer termingerecht fertig zu stellen. Verschiedene Versuche, neue Mitstreiter zu finden, waren leider immer erfolglos. Ich habe deshalb im letzten Jahr den Entschluss gefasst, meine Tätigkeit nach 150 Ausgaben des Windacher zu beenden und damit natürlich den Fortbestand des Windacher in Frage zu stellen. Ein letzter Versuch, dies zu verhindern, war mein Aufruf Anfang dieses Jahres zu einem runden Tisch, um einen oder mehrere Interessenten für die Bildung eines Redaktionsteams zu finden. Dank dieser genialen Idee zeigten zu meiner Überraschung 19 Personen ihr Interesse an einer Mitarbeit in einem neu zu bildenden Redaktionsteam. Nach den ersten gemeinsamen Besprechungen hat sich nunmehr ein fester Stamm von 8 Personen, für die Mitarbeit im Redaktionsteam gebildet, die sich in dieser Ausgabe des Windacher vorstellen werden. Ich hoffe natürlich, dass sie, ebenso wie ich die ganzen Jahre, die gleiche Unterstützung erhalten und dadurch den Fortbestand unserer Dorfzeitung gewährleisten können. 

An dieser Stelle nochmals mein ganz besonderer Dank an meine Nachfolger, die sich auf den folgenden Seiten vorstellen werden und mich auch sehr humorvoll verabschieden. Möge bei ihnen auch, wie bei mir, die Freude und der Spaß an der Arbeit vorhanden sein. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das neue Redaktionsteam künftig die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde bestens informieren und unterhalten wird. 

Ich möchte nunmehr auch die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Lesern recht herzlich für ihre Treue zu bedanken, mein ganz besonderer Dank geht an jene in den Vereinen und Organisationen, die mir regelmäßig ihre Informationen zukommen ließen und ganz besonders an all die Firmen, die mit ihrer Werbung für das finanzielle Fundament des Windacher sorgten. Wenn künftig auch noch von Seiten der Gemeinde die erforderlichen Informationen kommen, steht einem Erfolg des neuen Windacher nichts mehr im Wege. 

Ich arbeite derzeit an der Erstellung einer Jubiläumsausgabe anlässlich des 25 jährigen Bestehens des Windacher, die voraussichtlich im Januar 2020 erscheinen wird. 

Nochmals vielen Dank und viel Glück für das neue Redaktionsteam. 

Otto Brösdorf