140 – Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt

Nein, es geht heute mal nicht um die Erhöhung des Bruttosozialprodukts, sondern um die Erhöhung der Leistung beim streamen, gamen und Internet surfen. Es geht, einfach gesprochen darum, dass die Nutzung des Pc’s, Laptops und Tablets auch in Schöffelding zukünftig Spaß bringen kann, wenn sich genügend Mitbürger für einen kostenlosen Anschluss der Deutschen Glasfaser entscheiden. 

In Windach haben wir die Abstimmung bereits positiv beendet. Was zu Beginn des Projektes, wie eine „gmahde Wiesn“ ausgesehen hatte, entpuppte sich zum Ende hin als Zitterpartie. Nur durch persönlichen, unermüdlichen Einsatz von ein paar, von dem Projekt überzeugten Windachern, konnte das Rennen auf den letzten Metern noch gewonnen werden. 

Mein Hauptargument war, mich aus der Abhängigkeit der Großanbieter zu lösen. Ich hatte keine guten Erfahrungen mit der Telekom gemacht und nur schlechte mit Vodafone. Beide Anbieter glänzen mit toller Werbung und prahlen damit, wie leistungsstark die Produkte sind. Alles gut, so lange es läuft. Nur wenn es denn zu einer Störung kommt, ist man der Depp. Und weil es sich bei der Telekom und bei Vodafone um Großbetriebe handelt, ist man dann schon eher ein „Volldepp“, aber ein gut zahlender. 

Mein Wechsel zu Vodafone hat sich eigentlich ganz gut angetan. Eigentlich wollte ich drei Telefonanschlüsse portiert haben, das funktionierte allerdings überhaupt nicht. Auch nach mehreren Wochen und etlichen Telefonaten nicht. Ich habe dann die Begrüßungsemail genutzt und die Antwortfunktion verwendet. Darauf erhielt ich nie eine Antwort?! Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran nur eine Telefonnummer nutzen zu können. Ging ja auch so ganz gut. Im Zuge einer Störung, für die sich im Vodafone-Call-Center niemand so richtig zuständig fühlte, habe ich den Dialog dann über Facebook geführt und durfte dann zwei Erkenntnisse gewinnen, die mein Leben radikal geändert haben: 1. Die Antwortfunktion bei der Vodafone-E-mail kann man zwar technisch nutzen, ohne dass eine Fehlermeldung generiert wird, aber sie landet in einem elektronischen Papierkorb. 2. Drei Rufnummern kosten mehr als eine. Nämlich 5 € pro Monat. – Als ich nun darum bat, diese 5 € (mal 24 Monate, in der ich diesen Service nicht nutzen konnte), also 120 €, zurück zu überweisen, erhielt ich die Antwort: „Da hätte ich mich gleich beschweren müssen, jetzt sei es dafür leider zu spät, weil ich die (überhöhten) Rechnungen ja immer bezahlt hätte – Eine entsprechende Mail sei bei Vodafone nie eingegangen !! Ich schickte eine Kopie des damals versendeten E-Mails, aber Vodafone bestand darauf, dieses Mail nicht zu kennen und weiterhin sei die Diskussion leider jetzt beendet. Weitere Details und eine Wiederholung der Schimpfworte erspare ich mir an der Stelle, da der Windacher ja auch hin und wieder von Minderjährigen gelesen wird. 

Bei der ersten Vorstellrunde der Deutschen Glasfaser in unserer Schloßwirtschaft war ich deswegen sehr schnell überzeugt: Echte 100 % Glasfaser (anders als das normale Telekomge-misch Glasfaser und Kupfer auf den letzten Metern) und ein kostenloser Hausanschluss, den man bei der Telekom auch haben kann, aber dann mehrere Tausend Euro kosten würde. 

Weiterhin hat mir die Größe bzw. die überschaubare Anzahl von Mitarbeitern (350) bei der Deutschen Glasfaser sehr zugesagt. Natürlich wird es auch zukünftig mal technische Proble-me geben, aber ich bin davon überzeugt, dann eben nicht nur eine anonyme Nummer unter Hunderttausenden zu sein, sondern eine Service vorzufinden „da werden Sie geholfen“. Blup. 

Glasfaser ist die Zukunft. Für die vierfache Geschwindigkeit, werde ich zukünftig im ersten Jahr ungefähr dasselbe bezahlen, wie bei Vodafone, ab dem zweiten Jahr wird es zwar teurer, aber bei vierfacher Leistung kann ich das auch verschmerzen. Umgelegt auf den kostenlosen Hausanschluss, der meine Immobilie ja auf Dauer wertvoller macht, ist es eine sehr vernünftige Investition. 

Nun mein Ratschlag an die Bewohner von Schöffelding: Alle, die sich schon als Interessent für die neue Zukunftstechnik eingetragen hatten (ca. 100 Haushalte), sollten schnellstmöglich den Vertrag unterschreiben, damit das Projekt auch tatsächlich in Schöffelding umgesetzt werden kann. Denn auch hier gilt erneut die 5 %-Klausel, die sich in der Anbahnungsphase vertraglich binden müssen. – Eintritt in die Zukunftstechnologie der Deutschen Glasfaser, bedeutet ein Tritt gegen das Schienbein von Telekom und Vodafone. Mögen sie tausendfach getreten werden. 

P.S. 

Nein, ich werde für diesen Artikel von der Deutschen Glasfaser nicht bezahlt, bin aber die Arroganz, mit der wir Kunden von den Großkonzernen abgezockt werden einfach leid. Der Kunde ist König und kein Fußabstreifer, der nur die Millionengehälter und Boni der Vorstände sichern soll und ansonsten bitte die Klappe zu halten hat. 

C.P. Schaffhauser