139 – Gemeinde Windach will Sozialwohnungen bauen

Bürgermeister Michl und der Gemeinderat befassen sich ernsthaft mit dem Gedanken, ein Baugebiet zwischen Schützenstraße und Autobahn für den Bau von Sozialwohnungen auszuweisen. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Schützenstraße-Nord“ ist gefällt. Das Areal an der Schützenstraße hat eine Fläche von 15.000 Quadratmetern. Etwa 10 bis 12 Häuser sowie zwei bis drei Mehrfamilienhäuser für den sozialen Wohnungsbau könnten dort entstehen. Windach hat einen Grundsatzbeschluss, dass die Gemeinde einen Teil der Flächen erwirbt, wenn Wiese oder Ackerland in Bauland umgewidmet wird. „25 Prozent der Nettobaufläche darf der Grundstücksbesitzer selbst vermarkten.“ Der Rest wird von der Gemeinde für 30 Euro pro Quadratmeter angekauft.

Der Versuch, eventuell mit der MARO, die in Windach schon das Mehrgenerationenhaus mit dem alten Pfarrhof gebaut hat, auch hier zusammenzuarbeiten erweist sich dabei als schwierig, da es staatliche Fördergelder für den sozialen Wohnungsbau nur gibt, wenn die Gemeinde selbst baue. Bislang hat Windach nur eine einzige Sozialwohnung. Das soll sich jetzt ändern.

Ausgangspunkt für derartige Überlegungen ist die Tatsache, dass die Gemeinde für Personen, denen Obdachlosigkeit droht, Wohnungen anmieten solle. Die aktuelle Frage, ob die Gemeinde Windach Wohnungen für diese Personen anmieten und dann entsprechend untervermieten sollte, wurde in der Sitzung kontrovers diskutiert. Mehrere Gemeinderäte waren der Ansicht, dass die Gemeinde nicht in den Wohnungsmarkt eingreifen sollte, da andere Wohnungssuchende dadurch benachteiligt werden können.

Man kann nur hoffen, dass eine Entscheidung über die Durchführung dieser Baumaßnahme nicht durch allzu lange Debatten des Gemeinderates auf den Nimmerleinstag verschoben wird.

Otto Brösdorf