136 – In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser, 

wenn Sie heute die neue Ausgabe des Windacher in der Hand haben, werden Sie eine wesentliche Änderung feststellen. Seit Jahren habe ich beim Zusammensetzen der einzelnen Seiten immer große Probleme, die Textbeiträge und vor allen die mitgelieferten Bilder gut zu platzieren. Natürlich müssen auch die Werbeanzeigen, die für die Finanzierung der Zeitung zwingend notwendig sind, ebenfalls ihren Platz finden. Wichtig und sinnvoll ist es deshalb, dass die Werbung nicht alleine steht, sondern mit dem redaktionellen Teilen gekoppelt wird, damit diese auch eine Wirkung auf den Leser hat. Leider hat dies sehr oft dazu geführt, dass aus Platzgründen die mitgelieferten Bilder dabei zu klein ausfallen mussten und dadurch nicht die notwendige Aussagekraft hatten. Hauptgrund für dieses Problem war zumeist die Tatsache, dass der Text im Windacher dreispaltig ist und das Einfügen der Bilder dadurch häufig auf diese Größe reduziert werden musste. Ich mache daher ab dieser Ausgabe den Versuch, die Textbeiträge nur noch zweispaltig zu setzen, um dadurch zu erreichen, auch die Bilder größer einzusetzen. Ob ich dadurch die bisherige maximale Seitenzahl von 40 einhalten kann, wird sich herausstellen müssen. Das bisherige Verhältnis von Text und Werbung liegt bei ca. 60-65 % für den Text und der Rest für die Werbung. Dass auch Werbungen für nicht ortsansässige Firmen dabei sind, ist nach meiner Meinung kein Problem, da es sich hier vorwiegend um Unternehmen handelt, die es in Windach nicht gibt. Ich hoffe, dass ich mit dieser Neuerung eine Verbesserung der Darstellung des Windacher gelingt und würde mich freuen, hierzu Ihre Meinung zu erfahren. 

Nun aber zu einem anderen Problem, dass mich seit geraumer Zeit beschäftigt. Seit nunmehr 23 Jahren bemühe ich mich, alle zwei Monate unsere Dorfzeitung „Der Windacher“ pünktlich und komplett fertig zu stellen. Natürlich ist hierzu ein relativ großer Zeitaufwand erforderlich und man ist vor allem auf die Zuarbeit der im Ort ansässigen Vereine und Organisationen angewiesen. Bedauerlicher Weise hat sich das ursprüngliche Redaktionsteam, also die Gründer des Windacher seit vielen Jahren zurückgezogen und mich mit der Erstellung des Windacher alleine gelassen. Unterstützung erfahre ich aber noch durch Christian Galleitner, der dafür sorgt, dass der Windacher im Internet erscheint, von Martina Knake, die sich um die Verteilung der Zeitung kümmert und Ursel Zollbrecht, die für den Termin- und Veranstaltungskalender als Ansprechpartnerin fungiert. 

Die Arbeit hat mir aber bis heute immer noch Spaß gemacht und die überwiegende Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger motiviert mich deshalb nach wie vor. Es ist aber nunmehr an der Zeit, darüber nachzudenken, wie der Weiterbestand dieser Zeitung gesichert werden kann. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, bis maximal zur 150-zigsten Ausgabe, das sind dann 25 Jahre, weiterhin dafür zu sorgen, dass es den Windacher gibt. Eine Verlängerung kommt für mich nicht mehr infrage, da ich dann das zarte Alter von 78 Jahren erreicht habe und der Meinung bin, dass es dann genug sein muss. Wenn Sie also, liebe Leserinnen und Leser, den Wunsch haben, dass es den Windacher auch nach diesem Termin geben soll, ist Ihre Mithilfe gefragt. Sinnvoll wäre es natürlich, wenn sich baldmöglichst jemand melden würde, der bereit ist, diesen Job zu übernehmen, damit ich die Möglichkeit und Zeit habe, jemanden einzuarbeiten. Ich möchte aber bei dieser Gelegenheit darauf hinweisen, dass diese Tätigkeit von mir ehrenamtlich ausgeführt wird und nicht, wie scheinbar von vielen vermutet wird, eine bezahlte Nebenbeschäftigung für mich ist. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, mit einem neuen Konzept und mit eigenen Ideen den Windacher zu gestalten, die finanziellen Voraussetzungen für den Fortbestand des Windacher sind auf jeden Fall gesichert. 

Ich werde meinen Nachfolger/in auf jeden Fall, solange ich dazu in der Lage bin und dies gewünscht wird, nach besten Kräften bei seiner Arbeit unterstützen. Das Programm und alle erforderlichen Unterlagen für die Weiterführung sind auf einem Laptop gespeichert, den ich meinem Nachfolger übergeben werde. Notwendig sind eigentlich nur ausreichende Kenntnisse im Umgang mit dem Computer und den dazugehörigen Programmen. 

Nun hoffe ich, dass mein Appell auch gehört wird und sich für diese ehrenamtliche Arbeit baldmöglichst jemand zur Verfügung stellt, es wäre schade, wenn es nach der Ausgabe 150 den Windacher nicht mehr geben wird. 

Otto Brösdorf